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| Das harte Eisen auf dem Fast-Gipfel des Mt Tongariro |
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| Ausblick von oben |
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| Emerald Lakes |
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| .. und weils so schoen war noch einmal |
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| Red Crater |
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| Mordor mit Schicksalsberg hintendran ;) (leider etwas Wolkenverhangen) |
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| Blue Lake auf ca 1600 Hoehenmetern (Endstation von Nina..) |
Und weiter im Text... nicht dass ihr wieder 3 Wochen warten muesst.
Haben uns also auf Richtung Westen zum Tongariro Nt. Park. gemacht. Dort kann man das berühmte Tongariro Crossing machen. Die angeblich schönste Tageswanderung Neuseelands durch die Vulkanlandschaften des Nationalparks, über den Mt. Tongariro.
Im Park selber stehen 3 noch aktive Vulkane: der Mt. Tongariro, Mt. Ngauruhoe(Schicksalsberg) und der Mt. Ruapehu (der mit 2797m höchste und aktivste Vulkan im Park, letzte Eruption 1996 bzw. Lahar-Auslauf (heißer Vulkan-Matsch aus den Kraterseen sozusagen) 2007.
Weihnachten 1953 wurde durch das Überlaufen des Kratersees eine Eisenbahnbrücke weggerissen, auf welche kurz danach ein besetzter Schnellzug heran raste, wobei 153 Menschen ums Leben kamen - Eine der schlimmsten Naturkatastrophen in NZ).
Nichtsdestotrotz machten wir uns am Vormittag des 15.1. zum Aufstieg bereit. Der Himmel war glücklicherweise größtenteils wolkenlos und auch Miss Sunshine begleitete uns auf unserem Trip...
Wir beschlossen nicht das gesamte Crossing zu machen sondern nur bis zum höchsten Punkt zu laufen und dann einen Abstecher auf den Gipfel des Mt. Tongariro zu machen (Gipfel sind beim Crossing nicht dabei) um anschließend auf selbem Weg zurück zu laufen und am nächsten Tag das Crossing von der anderen Seite zu machen und auf den Gipfel des Mt. Ngauruhoe zu steigen.
Am Anfang des Tracks kam gleich eine DOC-Mitarbeiterin zu uns und sagte uns dass das Wetter ziemlich „nasty“ werden soll und wir lieber eine kurze Wanderung in Betracht ziehen und immer mal aufs Wetter schauen sollten. Aber wir waren ja super ausgerüstet mit wetterfesten Klamotten genug Essen (gutes Sauerteigbrot mit Gerupftem) und Trinken und einer riesigen Portion Vorfreude.
Anfangs ging es noch gemächlich durch den Wald, etwas oberhalb wurden die Büsche dann immer niedriger bis wir schließlich nur noch durch karge Alpin-Vegetation stapften. Im Rücken immer den Ausblick über den gesamten Nationalpark mit Seen.
Nach ca. 2h erreichten wir die erste Hütte in welcher Mehrtages-Wanderer ihr Nachtlager aufschlagen können. und machten dort unsere erste Pause. Michi der alte Bergsteiger war mittlerweile weit vorraus so dass wir nur noch zu 4. waren.
Von der Hütte aus waren es noch 1,5h zu den Emerald Lakes, die Smaragd-Seen oben auf dem Berg. Mittlerweile ging auch schon ein gutes Lüftchen so dass wir (fast)alle schon trotz durchgeschwitzt, dick in Windfeste-Klamotten eingepackt waren. Es ging immer weiter Bergauf vorbei an Heißen Quellen mit riesigen Schwefel-Rauchschwaden, bis wir schließlich halbtot den ersten See erreichten. Mittlerweile waren wir mitten in Mordor angelangt und es gab keine Pflanzen oder Sträucher mehr, wir waren umringt von Vulkangestein und scheinbar toter Landschaft.
Der Wind blies so stark dass wir schon hinter Steinen Deckung suchen mussten und wir waren so geschafft dass wir kurz davor waren umzudrehen. Nina welche eigentlich schon ab der Hütte keine große Lust mehr hatte sich dann aber doch noch tapfer bis zum See durchgeschlagen hat entschied sich dann mit Steve sich schon mal auf den Rückweg zur Hütte zu machen und dort zu warten. Der arme hatte keine winddichten Sachen dabei und war von oben bis unten durchgeschwitzt. Ihr wisst ja alle wie ein Eiszapfen aussieht ;)
Christin und Ich entschieden uns noch bis zum höchsten Punkt des Crossings zu gehen (ca. 1800m)
und uns noch die Emerald Lakes + den Red Crater anzusehen.
Die Wolken waren oben dermaßen schnell dass riesige „Nebelwände“ direkt auf uns zu flogen und wir hofften wenigstens noch etwas zu sehen außer die eigenen Hände.
Also im Laufschritt weiter, über den Berg, zum Glück größtenteils durch ein riesiges Plateau oben auf dem Berg welches relativ windgeschützt lag. Die Wolken so schnell sie kamen zogen sie auch vorbei uns es klarte zwischendurch immer mal wieder auf.
Als wir die nächsten paar Seen erreichten sahen wir die letzten vereinzelten Wanderer die das Crossing von der anderen Seite machten vom höchsten und steilsten Punkt (dachten nicht mal dass das normal zur Tour gehoert, ging fast senkrecht nach oben/unten) runtersteigen und fragten sie als sie unten bei uns waren wie weit es noch zum Red Crater sei. Laut Aussage nur noch ein kleines Stück den Berg hoch... also noch ein Stückchen weiter nach oben gekämpft, leider ohne überzeugendes Ergebnis.
Da wir beide schon vollkommen am Ende waren, jeder Schritt schmerzte und wir eigentlich eh schon weiter waren als wir uns vorgenommen hatten, waren wir drauf und dran es bei den Seen und dem super Ausblick besein zu lassen, als wir auf einmal ganz oben eine kleine Person eingepackt in eine weiße Jacke runterstolpern sahen - das konnte nur Michi sein, hatten uns eh schon gewundert wieso er uns davor noch nicht entgegen kam. Also auf ihn gewartet und gefragt ob es sich lohnt sich das letzte Stück noch hoch zu schleppen.
Die Antwort könnt ihr euch ja denken und so machten wir uns nochmals zu 3. auf zum letzten Anstieg ca. 300m steilsten Kiesweg hoch. Auf allen vieren mit heftigem Seitenwind gings dann 2 Schritte vorwärts und einen zurück. Nach 10-15min kamen wir dann oben halbtot, durchgeschwitzt und durchgefroren an.
Jetzt weiß ich auch wie sich Frodo kurz vor Ende gefühlt haben muss!
Der Ausblick war dafür umso atemberaubender, 1a Blick auf den Schicksalsberg (leider der Gipfel wolkenverhangen) zu unsrer linken der riesige Red Crater und zu unseren Füßen die Smaragd-Seen mit super Ausblick.
Mittlerweile war es halb 5 und der Wind blies oben noch stärker als zuvor. Also schnell ein paar Bilder gemacht und fix auf zur Heimreise (wollten ja noch vor Einbruch der Dunkelheit unten ankommen und Steve und Nina warteten auch immerhin schon fast 1,5h auf uns an der Hütte).
Unsere Autos erreichten wir gegen 1930. Danach gings nur noch so schnell wie möglich zum Schlafplatz.(hatten Tags zuvor schon ein einsames Plätzchen mitten an einem Fluss gefunden)
Noch fix in den A****kalten(!!!) Fluss gesprungen, einmal frisch gemacht, gekocht und ab ins Bett.
Am nächsten Tag war dann mit keinem von uns viel anzufangen da alle über Muskelkater in allen erdenklichen Körperteilen klagten.
Somit fuhren wir nur ins nächste Kaff um ein paar Einkäufe zu tätigen und danach sollte es an einen kleinen abgelegenen See mit schönem Strand gehen. Leider wussten wir davor nicht dass wir zu dem See auch 20min. bergauf laufen mussten ;D
Dafür wurde dort dann so gut wie nur gegammelt und so gut es ging ein bisschen Volleyball gespielt.
Am 17.1. entschieden wir uns dann unseren Weg nach Taupo vorzusetzen. Michi der dort schon war und auch etwas unter Zeitdruck steht fuhr weiter Richtung Süden, Christin und Steve entschieden sich uns zu begleiten.
Da Steve das 1.Crossing ja nicht komplett mitmachen konnte machte er sich mit Michi frühs nochmal auf das Crossing von der anderen Seite in Angriff zu nehmen und Christin, Nina und Ich fuhren schonmal zu 3. in Emma vor Richtung Taupo.
(Mein Knie lies leider keinen weiteren Anstieg mehr zu... Schade! Das Wetter war an diesem Tag wirklich Perfekt und man konnte sogar den Schicksalsberg besteigen. Aber das gibts dann vllt. im April nochmal für mich, wenn ich bis dahin irgendwo ein neues Knie herbekomme ;)
In Taupo angekommen verbrachten wir den ganzen Tag in der Stadt und bummelten durch alle möglichen Lädchen und planten die nächsten kleinen Trips fuer die kommenden Tage. Abends nachdem Steve wieder zu uns gestoßen war wurde noch schoen am See gekocht und dann noch ein bisschen in ne Bar gesetzt.
Gepennt wurde etwas außerhalb.
Heute 18.1. haben wir leider seit Nachts strömenden Regen und treiben uns nur in Cafe's rum und haben uns jetzt mal in Mc.D. gesetzt um endlich den Blog hochzuladen (Fast alle Maccys haben hier in NZ Kostenloses WIFI! Siehe da die Schuppen sind doch zu etwas gut ;)
So jetzt seit ihr alle auf dem neusten Stand, demnächst gehts dann weiter Richtung Süden immer auf Wellington zu um dort Margot und Thomas zu empfangen :)
Vielleicht suchen wir uns davor nochmal für ein paar Tage eine WWOOF'ing
(Willing Workers On Organic Farms) Familie.
Familien bzw. Privat Personen die Arbeit für Interessierte auf ihren Farmen oder Orchards anbieten.
Meist wie schon im Namen Organic-Farms die ihr eigenes Obst u. Gemüse anbauen und denen man dann pro Tag 4-5h auf der Farm oder bei normaler Haus/Gartenarbeit hilft und dafür kostenlos dort wohnt, versorgt wird etwas mit der Familie unternimmt und endlich auch mal Englisch spricht ;) Quasi die beste Option wenn man kein Geld ausgeben will und nicht vollkommen in Zugzwang ist!
Aber dazu dann mehr beim nächsten Eintrag.
Bis dahin viele Grüße an euch alle - freuen uns schon euch wieder zu sehen!
Bis Bald
Nina + Maks(txt)