Sonntag, 5. Dezember 2010

21.11. - 25.11 Nelson, Abel Tasman Nt.Park & Golden Bay

So.. und jetzt habe ich (Nina) die Ehre weiter zu schreiben obwohl ich leider nicht mehr so genau weiß was wir gemacht haben - aber grob werden wir uns es wohl noch zusammen reimen können.
Ok, wir waren bei Blenheim. Wo wir aber nur kurz durchgebummelt sind weil wir schnellst möglich nach Nelson wollten, das uns als Mekka der alternativen Szene im Lonley Planet angekündigt wurde. Und so liesen wir das nette, sehr freundlich und verspielt wirkende Blenheim relativ schnell hinter uns und machten uns auf den Weg nach Nelson. Dort führte uns der erste Weg (wie meistens) ins örtliche I-Site um einen groben Überblick von der Stadt zu bekommen. Eins, zwei Stunden später war das erledigt und der erste Schnupper-Fußgängerzonen-Gang war getan. Wir konnten uns schon auch für die Innenstadt begeistern, aber fanden eher gefallen an dem etwas außerhalb liegenden Strand, den wir aber zu der Zeit noch nicht entdeckten. Der Tag neigte sich dem Ende zu und wir cancelten unseren Plan ins Kino zu gehen als wir die Eintrittspreise sahen unseren Magen hörten ;) Also entschieden wir uns für „Stefano‘s Italien Pizza“ und waren sichtlich erstaunt für 7$ eine große, und für 12$ eine nahezu riesige Pizza serviert bekommen zu haben. Mit vollen Bäuchen wurde dann noch mal die Bar-Straße abgeschländert, wo uns eine davon so magisch anzog, dass ich mich erst wieder daran erinnern kann wie ich schon neben Maks und einem Glas Cola am Tisch saß ;) Da wir jetzt schon in der Bar waren, nutzten wir die Gegegenheit und stöpselten unsern Laptop an die Steckdose um - nein, nicht wie ihr denkt blog zu schreiben, sondern - die Batterie zu laden um abends einen Film zu schauen.
Und so verging der Abend ratz fatz und am Morgen des 22.11. fuhren wir nach einem Frühstück im Park weiter nach Motueka, wo wir dann endlich mal einen Volleyball (wohlgemerkt für 19$ aber das Ding ist echt Top! Amn. d. Red.(Maks) ;) fanden und kauften. Die anderen „Volleybälle“, die eher den Gummiball verdient hätten, konnte man vergessen. Und das sollte nicht der einzige Glückstreffer des Tages bleiben, ein Paar dutzend km weiter Richtung Norden fanden wir einen kleinen Fischladen, vordem ich mir ein Stück geräucherten Lachs gönnte, der nicht länger als 1 Tag in der Kühlbox bleiben sollte, so gut war der J Das wäre dann auch - abgesehen von Fish&Chips - meine erste Begegnung mit Seafood in Neuseeland.
Nochmal flink zwei 10-Liter Kanister Wasser vom naheliegenden Campingplatz abgezapft und weiter gings zu den Ngaru Caves. Das kann man sich als eine Art Tropfsteinhöhle vorstellen mit einem fast vollständigen Moa-Skelett und im Gegensatz dazu ein winzig wirkendes Kiwi-Skelett. Der arme Moa war vor etlichen Jahren durch eine so genannte Sinkhole (ein Loch im Boden dass dich schneller in die Höhle bringt als dir lieb ist) gefallen und fand dort einen komplett finsteren Holraum auf, indem er relativ schnell verendete. Was ein Moa ist wisst ihr noch? Das waren diese bis 3,5m groß werdende, Straußenähnliche Laufvögel die die bösen bösen Maori vor einigen sehr vielen Jahren jagten bis es keine mehr gab.
 Ja, die Frau die die 45min Führung gemacht hat war eig. die meiste Zeit immer Dialog mit einer älteren Dame die zu jedem / wirklich jedem Stein / eine spezifische Frage hatte. Aber alles in einem schon interessant. Die Tatsache dass die Stalagtieten und Stalagmiten dermaßen langsam wachsen (30cm in ca. 500Jahren) war schon erstaunlich. Außerdem hat die Höhle erstaunlicherweise ein 17jähriger Engländer entdeckt. Kein schlechter Fund ;)
Nach der Führung machten wir uns ab zum größten „Loch“ Australasiens. Wuuh, klingt gefährlich, nicht?! Aber wir waren brav! Eine Stunde wandern über Stock und Stein und wir waren dort. Eigentlich sah es erstmal aus wie aufgeschüttete Felsen aber als wir über einige von ihnen kletterten sahen wir die Schlucht. Aus sicherer Entfernung ergatterten wir den ein oder anderen Blick, der uns aber noch lange nicht das Ende dieser Schlucht erahnen lies. Und da wir Weihnachten und Silvester unbedingt noch erleben wollten, hielten wir uns zurück und machten kehrt. Genug gewandert für heute! Also setzten wir uns faul ins Auto und fuhren Richtung Takaka durch, wo wir uns gleich was zum Schlafen suchten.


Am nächsten Tag, dem 24.Nov., erkundeten wir dann die Stadt ein wenig und erfreuten uns an einigen kleinen, schnuckeligen Läden und einem Organic-Shop der tatsächlich Sauerteigbrot verkaufte J Der Tag verging schnell und ohne weitere Highlights und am nächsten morgen gings nachdem noch schnell Emma gefüttert wurde weiter zum Abel Tasman Nationalpark wo wir uns mal wieder eine Nacht auf dem Campingplatz gönnten. Aber eig. Nur mehr oder minder freiwillig, da in der ganzen Stadt Campverbot war :/
Am 26.Nov sind wir wohl beide mit dem falschen Fuß aufgestiegen. Obwohl dieser Tag doch super werde sollte, wir hatten uns für heute ein Kajak gemietet um einige Stunden im Abel Tasman Nationalpark rum zu gurken und das Wetter war super. Nur leider waren wir das frühe Aufstehen  nicht mehr gewohnt und so machte uns der 8.30 Uhr - Treffpunkt etwas zu schaffen. Als wir beim Frühstück merkten dass es schon 8.15 Uhr war und wir noch unsere kompletten Sachen packen mussten breitete sich Panik aus. Der Treffpunkt war zwar nur über die Straße aber für einen Tag auf dem Wasser sollte man sich vlt etwas mehr Zeit nehmen um die Tasche zu packen. Wir hatten aber mitgedacht und am Abend zuvor so viel Spargel-Tomaten-Knoblauch-Pasta gekocht damit wir noch 2Portionen hatten die fürs Kajaken bestimmt waren.  Ich war noch mal schnell auf dem Weg zur Toilette und Maks wollte Emma schon mal vor der Tür parken als ich ein großes KNAAACKs hörte. Zu aller Eile war jetzt auchnoch die Tatsache gekommen dass wir heute wohl nichts zu essen hatten, da Maks gerade meinen Rucksack indem die Tupper-box mit dem Essen gebunkert war, rückwärts überfahren hatte. Oh Oh. Das Tat der Laune gar nicht gut. Ich schon den Kajak Trip innerlich abgehackt machte Maks sich im flotten Fußmarsch auf den Weg an die Rezeption die uns ausnahmsweise auch noch mit 20minütiger Verspätung am Einführungsvortrag teilnehmen lies. Puuh! Der Tag war gerettet. Und so gings ab aufs Meer. Ich übergebe das Wort wieder an den Meisterschreiberling Maks J

… Nachdem wir wie Nina schon sagte noch zur Einführung dazustoßen durften wurden wir in alle wichtigen Sachen & Techniken des Kajakfahrens eingewiesen.( richtig Einsteigen von Land und auch aus dem Wasser, das richtige Aussteigen sowohl beabsichtigt wie unbeabsichtigt, Paddeln, Lenken und so weiter) Unsere Schwimmwesten, Wasserfeste-Röckchen und wasserdichte Kamerataschen bekamen wir auch gleich.

Danach wurde uns noch gesagt wo wir uns überall aufhalten durften ( am 1.Tag ohne Erfahrung ist es nur erlaubt bis zu einer bestimmten Stelle zu fahren da danach die See ziemlich ungemütlich werden kann) was uns Anfangs nicht sehr großzügig vorkam, da es nur ein Viertel des gesamten Parks war, sich im Nachhinein aber als mehr als genug herausstellte.

Zu Wasser gelassen gewöhnten wir uns ziemlich schnell ein und legten auch gleich ein gutes Tempo an den Tag. Zuerst ging es etwas an der Küste entlang und dann quer Feld ein zu einer kleinen Insel an der es bei Low-Tide (sozusagen Ebbe) einen kleinen wunderschönen Strand geben sollte. Da die Insel wirklich ziemlich klein war, fanden wir den Strand auch auf Anhieb und machten dort dann auch gleich unsere erste kleine Pause. Unsere Kajak-Mutti hatte nicht zuviel versprochen, der Strand hätte in jeden Hollywood-Streifen gepasst.

Kaum wieder im Kajak bereit zur Weiterreise tauchte auch schon die erste Robbe 2m vor uns auf und beäugte uns mit riesigen glubschigen Augen, leider waren wir anscheinend ziemlich uninteressant und somit war sie wieder verschwunden bevor wir es auf Foto festhalten konnten.
Danach ging es weiter diverse Inseln und Strände abpaddeln. Ein paar Robben und ein toter Pinguin wurden auch noch gesichtet.
Die Strände waren übrigens Traumhaft (aber ihr kennt ja das Sprichwort mit den Bildern und den Worten)

 Um halb 3 machten wir uns dann auf den Rückweg Richtung Kajakstation. Spätestens 4 Uhr war „Abgabetermin“. Zu Beginn des Trips noch mit komplett Windstiller See, voller Vorfreude und Kraft wendete sich zum Ende hin alles dem Gegenteil zu. Auf dem letzten Stück gabs dann die volle Dröhnung Wellengang, so dass man dachte man kommt kaum vorwärts, die Hände waren aufgerieben vom ständigen Paddeln die Kraft ließ nach und Ninas Laune wurde mit jedem gepaddelten Meter schlechter, so dass sie sich alle paar Minuten weigerte noch weiter zu Paddeln. (Da machte sie sich auch keine Gedanken mehr über die Haie und Wale die unter uns seinen könnten was sie veranlasste den gesamten Trip zu fragen ob das Wasser hier schon tief genug für solch Getier sei ;)

Letztendlich haben wir es dann aber irgendwie und irgendwann doch geschafft wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen und machten uns erstmal ab in die Duschen.
Danach wurde wieder zurück bis nach Nelson gefahren um den Tag dort ausklingen zu lassen.

Soo jetzt noch mal ein kurzer Einschub da ich gesehen habe dass Nina etwas mit den Daten jongliert hat und dabei irgendwie 2 Tage auf der Strecke geblieben sind wenn ich das richtig überflogen hab. Deshalb noch kurz eins, zwei kleine Kleinigkeiten dazu:

Zum Beispiel haben wir eine kleine Wanderung an eine der Flussquellen gemacht, die dort aus einer Unterirdischen Höhle entspringt sowie einige „Pools“ mit Wasser das blauer war als alle Volleyballer nach dem Federweißer-Abend zusammen ;)

Sowie zu den saubersten Süßwasserquellen der Welt. Dort kommt das Wasser von den nahe liegenden Bergen durch ein Tunnelsystem hoch. (glaube es waren 40.000l/sek)
Einzig in der Antarktis unter irgendeinem Berg hat man bis jetzt saubereres (tolles Wort) Wasser gefunden.
Natürlich leider mit striktem Bade bzw. auch nur Berührungsverbot. Eigentlich schade, dort haette man mal richtiges Trinkwasser auffüllen koennen ;)

Und bis ganz oben an den northernmost Point der Südinsel sind wir auch noch gefahren inkl. Kaffeestopp am Golden Bay. Farewell Split wurde auch noch ein Stückchen entlang gelatscht (der Zipfel ganz im Norden)

Ansonsten sind wir halt nur noch durch die Botanik gebummelt und haben noch ein oder zwei HdR-Sachen besuchen müssen.
(Leider habe ich komplett vergessen in Nelson den „Einen“ wahren Ring anzuschauen der hier geschmiedet worden ist, am Arsch in Mordor ;) sowie das berühmte Hobbit-Bier zu probieren welches auch im Tänzelnden Pony ausgeschenkt wird. Aber das laesst sich bestimmt in Wellington nachholen (da gibt’s ja sogar ein Minister für Mittelerde… +pfeif+… die Bekloppten ;).
Also gut, mehr kann ich auch nicht aus meinem Gedächtnis kramen.

So far….
Nina + Maks

Kajak schippern (hier noch mit Lust&Laune) ;D

Fisherment Island (nur vom Wasser aus erreichbar) - Abel Tasman Nationalpark

Parkplatz

Traumstrand

Supii! Hier bleiben wir :)

der Master of Disaster :p

yummie - spargel zuchini tomaten pasta :)

Cape Farewell

Blue Water Pool

Old Man Rock

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